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20. Dezember 2025
Safran – was steckt in den roten Fäden?
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Safran – das teuerste Gewürz der Welt – ist seit Jahrtausenden ein Symbol für Luxus, Gesundheit und Mystik. Die kostbaren roten Fäden der Krokusblüte sind nicht nur kulinarisch ein Highlight, sondern zunehmend auch Gegenstand medizinischer Forschung. In Österreich wird Safran in mühsamer Handarbeit angebaut und geerntet. Bis zu 200.000 Blüten benötigt man für ein einziges Kilogramm Safran. Jeder Erntegang beginnt im Morgengrauen, denn nur frisch gepflückte Narben garantieren höchste Qualität. Safran enthält Flavonoide, ätherische Öle wie Safranal und Carotinoide wie das wasserlösliche Crocin – Stoffe, die entzündungshemmend, antioxidativ und stimmungsaufhellend wirken.
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Erste Studien zeigen sogar Erfolge bei der Behandlung von ADHS bei Kindern oder im Bereich der Gewichtsregulation. Doch Safran ist nicht gleich Safran: Besonders Pulverware wird häufig mit Kurkuma oder Paprika verfälscht. Echte Safranfäden lassen sich an ihrer langsamen Färbung und der leicht bitteren Note sowie dem trichterartigen Ende erkennen. Wichtig: Safran ist derzeit kein zugelassenes Arzneimittel. Wer auf Nahrungsergänzungsmittel setzt, sollte auf Qualität achten und Rücksprache mit einem Arzt bzw. einer Ärztin halten.
Gestaltung: Larissa Putz